Zug des Monats März auf dem Kaeserberg

EC Vauban

Re 460, 6,1 MW, 84t, Last : 40 A, 737 Pl., 483t, V/max. 160 km/h

In den 70-er Jahren bestand der Bedarf an neuen, komfortabeln Reisezugwagen für den europäischen Langstreckenverkehr. Eine Arbeitsgruppe der UIC (Internationale Eisenbahnverband) beauftragte die EUROFIMA (Europäischen Gesellschaft zur Finanzierung von Eisenbahnmaterial) eine Serie von 500 Wagen zu finanzieren und zu beschaffen. Diese Reisezugwagen mit standardisierten Bauteilen nannte man EUROFIMA Wagen. Die Reisezugwagen kamen Ende der 70-er Jahren in Betrieb und bewährten sich ausgezeichnet. Auch die SIG (schweizerische Industrie Gesellschaft) beteiligte sich am Bau der Wagen. Viele hundert Nachbauten sind noch heute im täglichen Einsatz.
Der Eurocity 90/91 ‚Vauban‘ ist ein typisches Beispiel eines Zuges mit EUROFIMA-Wagenmaterial. Der Namensgeber für die Zugverbindung war Marquis de Vauban (Festungsbauer 1633-1707). Der in Brüssel Zuid startende Zug hatte unterschiedliche Orte in der Schweiz als Ziel. So gehörten Basel, Zürich oder Interlaken zu seinen Endbahnhöfen. Während einiger Jahren verkehrte der Vauban aber auch über die Lötschbergstrecke bis nach Brig beziehungsweise Milano Centrale. Die Modelle geben die Zugsformation nach Milano wieder. Trotz der sehr unterschiedlichen Farbgebung besteht er größtenteils aus Wagen der belgischen SNCB.

Verfasser dieses Textes : Herr Andreas Spahni